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Was
ist Mediation?
Mediation meint einmal in aller erster Linie "Vermittlung"
(lat.: mediare = in der Mitte sein). In der Mediation
wird versucht, durch Einsatz eines allparteilichen Dritten,
dem Mediator, einen Konflikt so zu lösen,
sodass beide Konfliktparteien mit dem Ergebnis,
der Vereinbarung, zufrieden sind. Diese konstruktive
Konfliktlösung funktioniert auch in emotional stark
entgleisten Situationen, wenn es dem Mediator gelingt,
wieder eine Gesprächsebene zwischen den Konfliktparteien
herzustellen.
Die Mediation ist ein Konfliktlösungsinstrument.
Grundvoraussetzung für eine Mediation ist der Wille
sämtlicher Konfliktpartner, eine Lösung zu
erarbeiten. Die Mediation beschäftigt sich mit
der Zukunft. Es wird also versucht, das optimale Ergebnis
für alle Beteiligten zu finden, unter der primären
Berücksichtigung ihrer unmittelbaren Bedürfnisse.
Anders als im Gerichtsverfahren, geht es weder um die
Klärung der Schuldfrage, noch soll ein Urteil gefällt
werden. Auch klagt nicht eine Partei die andere, sondern
Mediation findet immer auf freiwilliger Basis
statt. Eines der wichtigsten Merkmale der Mediation
ist die Konfliktlösung mittels Selbstbestimmung.
Entgegen der allgemeinen Ansicht, mischt sich der Mediator
in den eigentlichen Konflikt nie ein. Im Gegenteil,
er ist zu absoluter Objektivität verpflichtet und
soll den Konfliktparteien die Rahmenbedingungen ermöglichen,
eine Konsenslösung zu finden.
Der Mediator unterstützt den Prozess der
Konfliktregelung, um eine für alle Betroffenen
zufriedenstellende Lösung zu finden. Das Einbringen
von Inhalten zählt sicher nicht zum Aufgabenbereich
eines Mediators. Sehr wohl aber das Auffinden konfliktrelevanter
Inhalte.
Was sind die Voraussetzungen für eine Mediation?
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Freiwilligkeit
Freiwilligkeit des Verfahrens
meint, dass alle beteiligten Konfliktpartner aus
freiem Willen zu einer Mediationssitzung
erscheinen. |
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Allparteilichkeit des
Mediators
Allparteilichkeit des Mediators
meint, dass der von den Konfliktpartnern im Konsens
bestimmte Mediator die Interessen aller Konfliktpartner
gleichermaßen vertritt. Auch sollte der
Mediator bei auftretender Unsicherheit betreffend
seiner Allparteilichkeit (das können z. B.
moralische Bedenken sein) das Mandat zurück
legen. |
Sind Konflikte vermeidbar?
Als Konflikt wird das Aufeinandertreffen unvereinbarer
Entscheidungen bezeichnet. Der Kontakt zwischen
Individuen bedingt das Aufkommen von Konflikten, denn
jedes Individuum hat eigene Interessen
und trifft eigenständige Entscheidungen.
Diese Entscheidungen konfligieren mit Entscheidungen
anderer, im sozialen Umfeld agierender Individuen. Die
Konfliktbearbeitung ist eine Art der Kommunikation.
Der Großteil entstandener Konflikte wird von den
Konfliktpartnern erkannt, bearbeitet und im Einvernehmen
gelöst. Eine positive Konfliktbearbeitung hängt
vom Grad der Eskalationsstufe ab, bis eine interne Konfliktlösung
unmöglich scheint. Ab diesem Stadium empfiehlt
es sich zur Konfliktlösung externe Hilfe
heranzuziehen.
Die Konfliktbearbeitung ist eine gemeinsame Tätigkeit
mit einem gemeinsamen Ziel - der Konfliktlösung.
Ob intern oder mit externer Hilfe, eine Lösung
zur Zufriedenheit der beteiligten Konfliktpartner erweist
sich als positiv für die Beziehung aller Involvierten.
Grundsätzlich entstehen Konflikte sowohl auf der
Sachebene als auch auf der Beziehungsebene.
Zielkonflikte auf der Sachebene sind sichtbar. Konflikte
auf der Beziehungsebene sind vielschichtiger und liegen
in den meisten Fällen im Verborgenen. Sie müssen
freigelegt werden, um sie zu bearbeiten.
Die Ursachen von Beziehungskonflikten
basieren auf Gefühlen und Emotionen.
Mangelnde Kommunikation, unterschiedliche Wertevorstellungen
und Bedürfnisse, sowie intra- und interpersonelle
Probleme prägen diese Konflikte. Beziehungsprobleme
werden oft nicht ausgesprochen. Sie stauen sich auf,
verhärten sich und blockieren ab einem gewissen
Grad die Kommunikation zwischen den Konfliktpartnern.
Welche Konflikte in der
Wirtschaft eignen sich für Mediation?
1. Zwischenbetriebliche Auseinandersetzungen
Diese Konfliktbearbeitung ist in den heutigen Unternehmen
eine durchaus gängige Form, allerdings bisher ohne
einschlägige Bezeichnung! Jedes größere
Unternehmen hat seine eigene Rechtsabteilung, kleinere
Unternehmungen meist zumindest einen Rechtsberater,
der das Unternehmen bei Rechtsstreitigkeiten vertritt.
In vielen Fällen der zwischenbetrieblichen Auseinandersetzung
werden vorgerichtliche Vereinbarungen
gesucht, um finanzielle, zeitlich
bedingte und mögliche Imageschäden
zu minimieren. Dies ist ein mediatives
Vorgehen der stillen Art.
Die Inhalte zwischenbetrieblicher Konflikte sind sehr
vielfältig. Häufig geht es um Fragen der Haftung
oder um Regressforderungen. In all
diesen Fällen liegt das Vermeiden eines öffentlichen
Gerichtsverfahrens im zentralen Interesse.
2. Auseinandersetzung zwischen Arbeitgeber
und Arbeitnehmer
In größeren Unternehmungen lassen sich Arbeitgeber
und Arbeitnehmer in der Regel durch die Geschäftsleitung
und den Betriebsrat ersetzen. Diese verhandeln in den
aller meisten Fällen Arrangements für ihre
Auftraggeber und allen Beteiligten ist somit gedient.
Der Arbeitnehmervertreter hat Mitwirkungs-
und Anhörungsrechte in allen Bereichen
der Personalwirtschaft. Aufgrund wirtschaftlicher und
politischer Neuerungen, kommt es natürlich auch
im Personalbereich zu teils empfindlichen Veränderungen.
Durch die Forderung inakzeptabler Zugeständnisse
des Konfliktpartners verhärtet sich der Konflikt.
Vor allem die Vertrauensbasis leidet
unter missglückten Verhandlungsansätzen.
| Mögliche
Konfliktursachen |
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Verselbständigung von
Unternehmen |
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Outsourcing |
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Gründung von Auffanggesellschaften |
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Mitgetragenes Outplacement |
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Organisationsveränderungen |
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Strukturmaßnahmen |
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Personalveränderungen |
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Etc. |
3. Mobbing von Personen
und Personengruppen
Auch die Sitten innerhalb der Betriebe
sind rauher geworden. So ist das Mobbing am
Arbeitsplatz in den letzten Jahren zu einem
brisanten Thema geworden. Unter Mobbing fallen alle
Strategien der Schikane, Diskriminierung und
Isolierung von Mitarbeitern. Mobbing kommt
sowohl in der horizontalen Ebene als auch im vertikalen
Bereich vor. Ausgangspunkt kann beispielsweise ein interner
Streit um Vorrechte und Chancen sein. Meist
werden einzelne Mitarbeiter oder kleine Gruppen gemobbt.
Motive sind Konkurrenzsituationen,
latenter Neid sowie der unterschwellige
Sadismus, die die Schwäche oder die Kränkung
des anderen stimulieren. Auch die sexuelle Belästigung
ist eine Form des Mobbings.
Die Bekämpfung von Mobbing liegt
meist in der Hand des Vorgesetzten, so er diese Situation
überhaupt kennt. Nur zu oft bleiben Diskriminierungen
dieser Art unter den Beteiligten und dringen kaum nach
außen. Dabei kann eine Anlaufstelle innerhalb
des Unternehmens, von der Unternehmensführung
gestützt, die Veröffentlichungsbarriere
für Betroffene vermindern. Durch dieses
"offene Ohr" stehen dem Querulantentum alle
Tore offen und daher ist es notwendig, an dieser Stelle
Personen einzusetzen, die ein Sensorium für die
Ernsthaftigkeit der Klagen und Beschwerden mitbringen.
Ratsam wäre in dieser Situation ein professioneller
Mediator. Die Instrumente des Konfliktmanagements
helfen einer Lösung näher zu kommen. Mögliche
Konsequenzen können ein klärendes Gespräch,
eine Versetzung in ein anderes Umfeld oder eine andere
Abteilung sein.
4. Konfliktsituationen zwischen
Abteilungen/Filialen
Eine der überhaupt häufigsten
Konfliktsituationen in Unternehmen stellen die diversen
Streitigkeiten zwischen Abteilungen bzw. Filialen dar.
Dort, wo es für das Gesamtwohl des Unternehmens
nützlich wäre Synergieeffekte zu nutzen und
Wissen auszutauschen, herrscht falsch verstandene Konkurrenz,
Spionage bis zu Sabotage vor. Die Kosten derartiger
Konflikte sind für das Unternehmen eklatant hoch.
5. Konfliktsituationen nach Fusionen
Ein weiteres Feld sind Firmenfusionen
und Firmenkäufe. In diesen Fällen
ändern sich Hierarchien und Firmenkulturen.
Unterschiedliche Mentalitäten treffen aufeinander
und Führungskräfte werden selektiert. Meist
ziehen Fusionen oder Firmenkäufe Kündigungen
nach sich, die alle Arbeitnehmer verunsichern und ein
sinnvolles Zusammenarbeiten stark erschweren. All diese
Aspekte "schreien" förmlich nach Konflikten.
Diesen Konflikten entgegenzuwirken, werden Vermittler
hinzugezogen, die bereits bei Entstehung von erwartenden
Konflikten tätig sind und ein Eskalieren
der schlimmen Lage verhindern sollen. Während
des gesamten Prozesses der Fusion oder des Kaufes assistiert
der eingesetzte Mediator. Er versucht Missverständnisse
aus dem Weg zu räumen, Ängste zu
nehmen und die Kommunikation der zukünftigen Kollegen
zu unterstützen.
6. Konfliktsituationen mit Anrainern/Behörden
Besonders bei umweltrelevanten
Themen und bei baulichen Veränderungen
kommt es zu Konfliktsituationen. Diese sogenannten Umweltmediations
- Verfahren werden aufgrund ihrer spezifisch komplexen
Beschaffenheit (Behörden, Institutionen, Anrainer,...),
zumeist in Co-Mediation (das heißt
zwei Mediatoren leiten das Verfahren gemeinsam), durchgeführt.
Erarbeitet werden zukunftsorientierte
Konfliktregelungen im Rahmen konstruktiver,
fairer und offener Prozesse, die von den Konfliktpartnern
gemeinsam getragen werden. Die konsequente Orientierung
dieser vereinbarten Ziele eröffnet potentiell gute
Chancen, dass alle in den Konflikt involvierten Parteien
von einer entsprechenden Regelung profitieren und damit
die Einhaltung möglicher Verträge
für die Zukunft wahrscheinlicher werden.
Welche Arten der Konfliktbewältigung
gibt es?
1. Konfliktunterdrückung
- und -leugnung, Gemeinschaftsideologie
Die involvierten Parteien sind sich ihrer
Diskrepanzen bewusst.
Es kann allerdings verschiedene Gründe geben, warum
der bestehende Konflikt nicht bearbeitet wird. Zum einen
die These der Gemeinschaftsideologie
und zum anderen das Leugnen aufgrund persönlicher
Interessen. Gemeinschaftsideologie meint hier,
dass es in der jeweiligen Umgebung nicht erwünscht
ist, zu streiten.
Diese Umgebung wird in der Wirtschaft
durch die Unternehmenskultur geprägt.
Vermittelt eine Führungskraft den Eindruck, dass
Streitigkeiten unangebracht sind, so werden die Mitarbeiter
auch bemüht sein, Konflikte nicht an die
Oberfläche zu lassen. Der Unternehmenskultur
ist damit Genüge getan, und die Führungskräfte
haben manifest die Chance verpasst, Systemfehler, die
sich durch Konflikte bemerkbar machen, zu erkennen.
Im Gegensatz dazu, das Unterdrücken
eines Konfliktes aufgrund persönlicher
Interessen: Damit sind Lebensumstände
gemeint, die das Leugnen des Konfliktes sinnvoller erscheinen
lassen als eine Auseinandersetzung mit dem Konflikt.
Sehr häufig wird die Existenz
eines Konfliktes geleugnet. Jeder einzelne
Konfliktpartner stellt zwar den Konflikt per se außer
Streit, jedoch wird er weder angesprochen noch ausgesprochen.
Auf diesem Weg ist keine Verbesserung möglich.
Diese Art der "Nicht - Konfliktlösung"
wird in der Fachliteratur als "kalter Konflikt"
bezeichnet.
2. Konfliktlösung von außen - gängiges
Rechtssystem
Erst das Anerkennen von
Konflikten ermöglicht eine Auseinandersetzung
mit diesen. Die konfliktrelevanten Umstände werden
von einem, mehreren oder allen Konfliktpartnern artikuliert.
Nun beginnt die penible Suche nach den Ursachen des
Konfliktes. Die Konfliktlösung von außen
ist eine Sicht in die Vergangenheit, um die Schuldfrage
zu klären. Dritte, Außenstehende teilen nun
in "Gut und Böse" ein, um schließlich
einen oder mehrere der Konfliktpartner als Schuldige
zu identifizieren und gegebenenfalls auch ein Urteil
zu sprechen. Zumeist gehen Urteile Hand in Hand
mit Sanktionen, die von Dritten, Außenstehenden,
verhängt werden.
Das heutige Rechtssystem
entspricht klassischer Weise obiger Beschreibung. Richter
fällen Urteile und verhängen Strafen. Die
Konfliktpartner haben, außer beim Vergleich,
keine Möglichkeit in die Konfliktlösung
einzugreifen. Der Konflikt wurde möglicherweise
auf Sachebene entschieden aber sicher nicht gelöst.
Die Auseinandersetzung auf emotionaler
Ebene hat sich in jedem Fall weiter verschlechtert.
Gerichte entscheiden
oft über bis zu drei Instanzenzügen über
Recht und Unrecht. Durch die "Schwarz
- Weiß" Anschauung unseres Rechtssystems
wird "Gut und Böse" definiert und jeweils
der Opfer- beziehungsweise Täter- Rolle zugeordnet.
Mit einem Rechtsurteil im Rücken, fühlen sich
die "Gewinner" in ihrer Betrachtungsweise
bestätigt, die "Verlierer" unverstanden.
Der Konflikt wurde zur einseitigen Zufriedenheit einer
Konfliktpartei aus dem Weg geräumt. Der Prozessgegner
trägt alle Nachteile alleine. Eine zukünftige
Zusammenarbeit/Beziehung ist schwer belastet bzw. unmöglich.
3. Konfliktregelung - Konflikt als etwas "Normales"
akzeptieren, dynamischer permanenter Prozess (Mediation)
Konflikte werden akzeptiert und
bewusst wahrgenommen. Jeder Einzelne hofft
auf eine für ihn zufriedenstellende Lösung.
Die Konfliktpartner akzeptieren nicht
nur ihren eigenen Konflikt, sondern auch den der Anderen.
Gemeinsam versuchen sie, einen Prozess
der Konfliktlösung in Gang zu setzen. Dies gelingt
auf niedrigen Eskalationsstufen ohne Hilfe Dritter,
normales Konfliktlösungsverhalten. Ab einem gewissen
Eskalationsgrad empfiehlt es sich, einen neutralen,
allparteilichen Dritten (Mediator) miteinzubeziehen.
Nun beginnt die Mediation. Anders als
bei Gericht, sieht die Mediation in die Zukunft.
Sie versucht die Bedürfnisse und Emotionen der
Konfliktpartner festzustellen. Das zu lösende Problem
wird in Konflikte auf der Beziehungsebene und
Konflikte auf der Sachebene aufgeschlüsselt.
Erst wenn der Konflikt auf der Beziehungsebene positiv
bearbeitet wurde, kann der Fachkonflikt gelöst
werden. Der Mediator unterstützt
die Konfliktpartner ihren Beziehungskonflikt zu lösen,
um in Folge ihren Sachkonflikt zu bearbeiten. Sind alle
Wünsche für die Zukunft definiert, gilt es,
die für alle Beteiligten optimale Lösung zu
finden. Der Mediator tritt weder als Richter noch als
Mitstreiter auf, sondern bildet einzig die Plattform
für die Konfliktpartner, die eine Einigung ermöglicht.
Die Lösung wird also von den Betroffenen selbst
erarbeitet. Ihr Einverständnis mit dem Ergebnis
ist daher unvergleichlich größer als bei
einem von außen gefällten Urteil.
Unterschiedliche Ziele
bergen Konfliktpotential in sich. Das
Wissen um die Gefahr dieses Konfliktpotentials erleichtert
die gemeinsamen Bemühungen aller Konfliktpartner.
Offen werden von allen Partnern ihre Sichtweisen geschildert
und Verhaltensweisen erklärt. Sichtweisen werden
verstanden und von den Konfliktpartnern nachvollzogen.
Konflikte werden in einem früheren Stadium bereinigt,
und verhelfen durch ihre rasche Lösung zu einer
optimierten Kommunikation und verbessern
die Zusammenarbeit. Die in der Mediation
erlernten Verhandlungsfähigkeiten sind nützlich,
um zukünftige Konflikte zu lösen.
Welche Arten der Mediation
gibt es?
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Familienmediation |
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Scheidungsmediation |
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Schulmediation |
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Mediation bei Integration |
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Mediation und Institutionen |
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Umweltmediation |
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Wirtschaftsmediation |
Warum soll ein Unternehmen die Mediation alternativen
Konfliktlösungsverfahren vorziehen?
Der Nutzen des Mediationsverfahrens ist
leicht erklärt: Mediation ist sofort einsetzbar,
sie ist unbürokratisch und ökonomisch,
schnell und effizient.
Lange und damit auch kostenintensive Gerichtsverfahren
können vermieden werden. Aber auch Kosten
durch offene oder verdeckte Konflikte innerhalb oder
außerhalb des Betriebes werden minimiert.
Die Nachhaltigkeit der
in der Mediation erzielten Lösungen wird auch durch
die Berücksichtigung der konkreten Situation
jedes Konfliktpartners erreicht, wodurch auch das Betriebsklima
verbessert und erhalten wird.
Die häufigsten Konfliktfälle
in der Wirtschaftsmediation nachstehend im Überblick:
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Zwischenbetriebliche Auseinandersetzungen |
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Auseinandersetzungen zwischen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer |
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Mobbing von Personen und Personengruppen |
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Konflikte zwischen Abteilungen/Filialen |
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Konfliktsituationen aufgrund
von Fusionsvorhaben |
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Konfliktsituationen nach Umstrukturierungsmaßnahmen |
Welche Vorteile bietet die
Mediation?
Interessensorientiert
und nicht verhaltensorientiertes Verhandeln! Die Mediation
ist ein formfreies, flexibles
und außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren.
Dieses Verfahren ermöglicht ein Ergebnis, das für
alle Beteiligten hilfreich ist und zwischenmenschliche
Beziehungen verbessert. Somit wird durch eine erfolgreiche
Mediation eine Basis für ein zukünftiges
Miteinander geschaffen, das "Gegeneinander"
wird der Vergangenheit zugewiesen.
Ein Mediationsprozess verläuft deutlich
rascher ab als ein Gerichtsverfahren. Der zeitliche
und finanzielle Aufwand sowie die nervliche Belastung
sind geringer. Jede Lösung im Zuge eines Mediationsprozesses
ist von den agierenden Konfliktpartnern selbst maßgeschneidert.
Der Mediator, als allparteilicher Dritter, unterstützt
diesen Prozess.
Weder Teilschritte noch Endergebnisse
werden im Regelfall publiziert und
somit bleibt auch die Reputation aller Streitpartner
erhalten.
Die Win-win-Lösung
Die Mediation erweitert den Konfliktlösungshorizont
jedes Konfliktpartners. Durch das Miterleben der Entwicklung
von fairen, befriedigenden und einvernehmlichen Lösungen
wird die Kooperationsfähigkeit
der Akteure gefördert. Diese Präventivwirkung
verhilft zu Handlungsoptionen, um zukünftige Konflikte
nicht zur Eskalation gelangen zu lassen.
Sie berücksichtigt rechtliche,
psychosoziale und kulturelle
Aspekte. Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aller
Beteiligten werden gestärkt. Ängste, Beziehungs-
und Kooperationsblockaden werden abgebaut. Ihre Konfliktkultur
verändert sich zum Positiven.
Wie funktioniert Mediation?
Die Mediation ist eine interaktive
Kunst der Konfliktregelung, die soziales
Geschick und Emotionale Intelligenz
erfordert. Das Hauptziel der Mediation ist, Leute zu
befähigen, ihre eigenen Konflikte zu bearbeiten.
Jeder Konfliktpartner nimmt die Realität unterschiedlich
wahr. Der Mediator beschäftigt sich mit "diesen
unterschiedlichen Realitäten" und den Befindlichkeiten
wie auch Beschwerden der Kontrahenten.
Er hilft einen Konflikt positiv zu bearbeiten und eine
zufriedenstellende Lösung für alle zu finden,
ohne zu bewerten oder zu beurteilen, ohne als Kontrollinstanz
zu entscheiden, was richtig oder falsch ist.
Die Aussagen der Konfliktparteien im Mediationsprozess
werden vertraulich behandelt. Dies
erleichtert den offenen Gedankenaustausch und vermeidet
einen möglichen Gesichtsverlust der einen oder
anderen Partei nach außen.
Im Mediationsprozess wird nicht im Vergangenen
gesucht, wer die Schuld am Konflikt trägt. Vielmehr
werden zukunftsgerichtet Lösungen
erarbeitet, die für beide Seiten akzeptabel sind.
Die Sicht in die Vergangenheit findet nur dann statt,
wenn sie der Konfliktlösung dienlich scheint.
Ergebnis eines Mediationsprozesses
ist ein Konsens über einen Lösungsansatz,
der alle Beteiligten zufrieden stellt und praktische
Anwendung finden kann.
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